bild stentimplantation 01Eine Ballonweitung/Stentimplantation findet in der Regel unmittelbar im Anschluss an eine diagnostische Herzkatheter-Untersuchung statt. Der Untersucher demonstriert bei Bedarf die zu behandelnde Läsion am Monitor und bespricht mit Ihnen das weitere Vorgehen.

Häufig erfolgt eine medikamentöse Vorbehandlung mit Tabletten oder Infusionen (blutverdünnende Medikamente wie Heparin, ASS, Clopidogrel etc.).



Über einen speziellen Führungskatheter mit einem weiten Innenlumen wird die verengte Herzader wieder aufgesucht und dargestellt. Die Engstellen werden mit einem dünnen Führungsdraht passiert, der später als Führungsschiene benutzt wird.


bild stentimplantation 02Anschließend wird ein Ballonkatheter über den Führungsdraht in die Engstelle einbracht und aufgedehnt. Nach einer Aufdehnung über 20-60 Sek. wird der Ballonkatheter zurückgezogen und das erreichte Ergebnis mit einer Kontrastmitteldarstellung kontrolliert.
Wenn das Ergebnis der Aufweitung noch nicht zufriedenstellend ist, wird ein Stent in zusammengefalteten Zustand in die Engstelle platziert und über Aufdehnung des Ballons implantiert.





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Nach Stentimplantation wird das Ergebnis aus verschiedenen Blickwinkeln kontrolliert. Zeigt sich keine relevante Engstelle und ein prompter Abstrom des Kontrastmittels, werden Führungsdraht und Führungskatheter zurückgezogen.






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Die Punktionsstelle kann entweder durch ein Verschluss-System sofort verschlossen werden oder in ca. 4 h nach Abklingen der Blutverdünnung durch Abdrücken über 15-20 Minuten und anschließenden Druckverband. Eine Überwachung nach Intervention auf einer Wachstation (Intensivstation) ist möglich, in unkomplizierten Fällen erfolgt die weitere Betreuung auf einer Normalstation. Eine Entlassung aus dem Krankenhaus erfolgt in der Regel nach 1-2 Tagen.


Weitere Verhaltensmaßregeln und eventuell zusätzliche Medikamente werden vor der Entlassung mit Ihnen besprochen. Nach der Entlassung kann ein kurzfristiger Nachbesprechungstermin in unserer Praxis vereinbart werden. Weitere Kontrollen mittels Belastungs-EKG sind 3 und 6 Monaten nach der Intervention sinnvoll.